Linux – HTPC … ein steiniger Weg

Quelle: Wikimedia.org
Seit einigen Wochenenden verbringe ich meine Freizeit damit eine neue Linuxkiste aufzusetzen. In den letzten Jahren hat sich ja in Sachen Installation gerade mit Ubuntu sehr viel vereinfacht. Es sei denn man ist so verrückt und will auf dieser Basis einen HTPC aufsetzen…
Vor einigen Wochen habe ich mir zum Zwecke Home Theater PC etwas Hardware bei HOH gezogen. Nein nein, natürlich nicht irgendwas. Über Monate andauerndes Abwägen und Lesen in Diskussionforen zum Thema VDR und XBMC (das soll das Fronend werden) gingen natürlich voraus.
Längst nicht jede Hardware führt im Fall von Linux zum Erfolg. Der Pinguin ist ein extremst wählerisches Tier. Nur wenige TV-Karten funktionieren problemlos unter Linux. Vor allem, wenn man auf DVB-C angewiesen ist und natürlich den mittlerweile obligatorischen großen LCD-Schirm im Wohnzimmer mit HD-Material versorgen möchte.
Apropos HD. Da geht’s natürlich gleich weiter. Für Tux sollte es natürlich eine NVIDIA Grafikkarte sein. ATI führt – wie man schnell feststellt, wenn man sich mit dem Thema beschäftigt – nahezu automatisch zu Problemen. Für HD kommen darüber hinaus logischerweise nur neuere GPUs in Frage – nämlich die mit NVIDIAs PureVideo HD Fähigkeit, die unter Unix-Systemen wie dem Pinguin via VDPAU zur Mitarbeit überredet werden können. Die Karte sollte natürlich auch das Bild via HDMI an den TV schicken können.
Halt – was ist mit Audio-Übertragung via HDMI? Sehr sinnvoll, wenn man den TV-Ton vom HTPC über die gleiche Leitung zum Schirm transportieren möchte. Klar, das geht auch unter Linux. Es ist ein langer Leidensweg. Aber es geht. Natürlich muss die Karte ein Audio-Device vorweisen können. Das haben einige neuere Grafikkarten auch. Trotzdem reduziert sich die Auswahl an Karten mit dieser Anforderung weiter auf ein geradezu lächerliches Häufchen.
Ein Großteil davon ist dann nicht vom Pinguin, sondern von den Ohren des HTPC-Besitzer auszusortieren. Grund: zu laute(r) Lüfter.
Lange Rede kurzer Sinn. Mittlerweile habe ich die Hardware vor mir stehen und versuche seit einiger Zeit alles sauber zum Laufen zu bringen. Eine Tortur, in erster Linie deshalb, weil im Web diverse – sich teilweise widersprechende oder schon wieder veraltete Informationsquellen gelesen und durchgetestet werden müssen.
Ich habe mir dazu die Original-Ubuntu 10.10 und 10.04 Versionen näher angesehen, sowie die Distri yaVDR, die VDR als einzigen Einsatzzweck besitzt. Ein Standard-Ubuntu macht die Sache zwar flexibel, aber nicht gerade leichter. In den nächsten Wochen werde ich in losen Abständen an dieser Stelle einige Ergebnisse posten. Eventuell kann ich dem ein oder anderen am HTPC interessierten Leser den Leidensweg etwas verkürzen.
Bis dahin wünsche ich noch einen schönen Restsonntag!

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