Zwei Freeware-Programme für Fotomosaike
Auf der Suche nach einem individuellen Geschenk? Vielleicht ist ein Fotomosaik das richtige. Ich habe ein Hochzeitsbild entsprechend aufbereitet und auf 120×80 cm Größe drucken lassen und zum Hochzeitstag verschenkt. Sehr zu empfehlen
Natürlich setzt man das Mosaik nicht mehr per Hand zusammen. Es gibt mittlerweile diverse Freeware, die diese Arbeit vollständig übernimmt. Einzige Voraussetzung ist eine große Zahl Einzelbilder. In diesem Artikel stelle ich Euch zwei besonders interessante, kostenlose Programme zur Generierung von Fotomosaiken vor und gebe ein paar Tips zur Bedienung. Außerdem stelle ich noch ein kleines Beispiel generiert mit dem Programm meiner Wahl vor.
Inhalt:
Teil 1: Einführung
Teil 2: Foto-Mosaik-Edda
Teil 3: AndreaMosaic
Teil 4: Programmvergleich
Teil 5: Beispielmosaik
Einführung
Unabhängig von der hinter der Programmoberfläche arbeitenden Bildverarbeitungsalgorithmik folgt der Workflow bei beiden Programmen dem folgenden 5 Punkte-Prinzip.
- Anlegen der Datenbank aus Einzelfotos, diese Fotos werden später als Kacheln für das Mosaik verwendet
- Auswahl der Fotovorlage durch den Benutzer die durch das Mosaik nachgebildet werden soll
- Auswahl der Kachelgeometrie und Kachelanordnung
- Optimierung der Mosaikparameter durch den Benutzer
- Berechnung des Mosaiks und Ausgabe im gewünschten Dateiformat und mit gewünschter Auflösung
Die ersten beiden Punkte sind selbsterklärend und gehen mit beiden Programmen unkompliziert und schnell von der Hand. Hier spielt in erster Linie der Umfang der anzulegenden Datenbank eine Rolle. Die Vielfaltigkeit der erzeugten Mosaike steigt selbsterklärend mit der Anzahl der zur Verfügung stehenden Einzelbilder. Beide Programme bieten aber auch die Möglichkeit Einzelbilder zu wiederholen sowie “neue” Kacheln durch Spiegelung oder Drehung der Einzelbilder zu erzeugen. Dadurch lassen sich bereits mit wenigen hundert Bildern recht beeindruckende Fotomosaike erzeugen. Umfasst die Datenbank mehr als 1000 Einzelbilder, fällt die Wiederholung von Kacheln nach meiner Erfahrung nur noch bei genauer Betrachtung und bei Mosaiken mit sehr vielen Kacheln auf.
Die Punkte 3 und 4 dienen der Beeinflussung der Mosaikkachelung. So kann vorgegeben werden, ob die Software ausschließlich Bilder im quadratischen, im Landscape- oder im Portrait-Format verwenden soll. Auch eine Kombination verschiedener Formate und Anordnung in bestimmten Mustern ist beim umfangreicheren der zwei vorgestellten Programme möglich. Zu beachten ist, dass die Einzelbilder aus der Datenbank während der Mosaikerzeugung so zurecht geschnitten werden, dass sie die gewünschten Abmessungen besitzen. Dies geschieht voll automatisch ohne Benutzerinteraktion. Einerseits bequem, andererseits unabhängig vom Bildinhalt. So kann es schon mal vorkommen, dass auf den Einzelbildern gezeigte Personen etwas kopflos daher kommen
. Wer bei kritischem Kachelinhalt auf Nummer Sicher gehen möchte, schneidet seine Bilder im Vorfeld in einem Bildbearbeitungsprogramm passend zurecht – viel Arbeit, die sich aber lohnt.
Die wesentlichen Unterschiede der Programme liegen in Punkt 4. Die Qualität des Mosaiks wird ganz wesentlich bestimmt durch die Optimierung von Kachelqualität und Vorlagen- oder Detailqualität. Hohe Kachelqualität bedeutet dabei eine möglichst geringe – oder gar keine – Veränderung der Einzelbilder aus der Datenbank im Bezug auf Helligkeit, Kontrast und Farbton während der Mosaikerzeugung. Natürlich ist dieses Vorgehen immer wünschenswert, allerdings erfordert es eine enorme Anzahl an Bildern, um Fotovorlagen qualitativ hochwertig als Mosaik nachzubilden. Die Ursache ist klar, wenn man bedenkt, dass für jeden in der Vorlage auftretenden Farbton und jede Helligkeitsabstufung passende Bilder vorhanden sein müssen.
Befinden sich nur wenige Einzelbilder in der Datenbank und das Programm darf die Qualität der Bilder nicht beeinflussen, so ist es zwangsweise gezwungen an vielen Mosaikpositionen Kacheln zu platzieren, die nicht optimal zum Helligkeits- und Farbwert der Bildvorlage passen. Bei gleicher Anzahl Bilder in der Datenbank wird die Fotovorlage also um so schlechter durch das Mosaik nachgebildet, je besser die Qualitätseinstellung der Einzelkacheln ist.
Natürlich darf andererseits die Qualität der Einzelbilder nicht zu stark herabgesetzt werden. Im anderen Extremfall würde die Fotovorlage durch das Mosaik zwar hervorragend approximiert, allerdings währe das Aussehen der Einzelbilder stark beeinträchtigt. Außerdem geht in diesem Fall der Mosaikcharakter stark zurück. Das Mosaik ähnelt der Fotovorlage dann evtl. zu stark und ist nicht mehr richtig als Mosaik zu erkennen.
Klar ist also, dass der Benutzer des Progamms eine optimale Einstellung für seine Fotovorlage und seine Einzelbilder suchen muss. Das geht bei beiden Programmen am besten per Trail and Error, also einfach mehrere Varianten einstellen, Mosaik erzeugen lassen und am PC beurteilen.
Im fünften und letzten Schritt erzeugt das Programm vollautomatisch das Mosaikbild und speichert es in gewünschter Auflösung und mit gewähltem Dateityp ab. Ihr holt Euch währenddessen einen gemütlichen Kaffee, der Vorgang dauert je nach Mosaikgröße durchaus mal eine halbe Stunde und mehr
Zwei Freeware Fotomosaik-Programme
Im folgenden möchte ich Euch zwei kostenlose Programme vorstellen, die die Erstellung von Fotomosaik Bildern ermöglichen. Beide Programme ermöglichen es für mau tolle Mosaike zu erzeugen. Der Schwerpunkt des ersten Programms liegt dabei in einfacher Bedienbarkeit und spricht vermutlich eher den Einsteiger an und alle die, die schnell erste Ergebnisse sehen möchten. Das zweite Programm bietet einen größeren Funktionsumfang, ist jedoch auch etwas schwieriger zu bedienen. Also eher ein Fortgeschrittene und Profis gerichtetes Tool.


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