Facelifting bei Apple iMac und Mac Pro
Apple passt in regelmäßigen Abständen seine Rechnerprodukte an die aktuellsten technischen Möglichkeiten an. Ein solches Facelifting haben jetzt iMac und MacPro erfahren. Das schaue ich mir doch kurz mal an…
iMac
Die All-in-One PC-Systeme iMac gibt es ab sofort mit den aktuellen Dual- und Quad-Core CPUs Core i3, Core i5 und Core i7 von Intel, für die Grafikausgabe zeichnet sich eine ATI Radeon HD5750 verantwortlich. Neu ist außerdem ein SD-Kartenslot mit Unterstützung der dritten Generation SD-Speicherkarten mit bis zu 2 TB Speichervermögen (SDXC). Rein optisch baut Apple weiterhin auf das für die Firmenprodukte charakteristische hochwertige Aluminium Glas Design.
Sehr erfreulich finde ich beim neuen iMac, dass Apple jetzt durchgehend mindestens 4GB Arbeitsspeicher verbaut. Das ist für alle Image Processing Applikationen Gold wert, vor allem Programme wie Adobe Premiere werden davon stark profitieren.
Insgesamt ist der iMac natürlich ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sicher derzeit die beste All-in-One Lösung am Markt (preiswerte Lösungen, die bisweilen bei einschlägigen Discountern auftauchen kommen hier definitiv nicht mit). Andererseits halte ich persönlich vom All-in-One Konzept an sich nicht viel. Die Einschränkung auf die beim Kauf vorhanden Komponenten ist enorm. Ein Aufrüsten nur mit Spezialbauteilen von Apple möglich. Wenn etwas defekt ist, muss der komplette Rechner inklusive Display zur Reparatur. Bei einem Standard-PC hat man eben einfach mehr Möglichkeiten selbst Hand an zu legen. Für alle die sich aber nicht mit der PC Technik auseinandersetzen möchten und ihren PC ohnehin nicht selbst reparieren oder upgraden sicher eine gute Investition – und schick sieht er ja schon aus…
Mac Pro
Die neue Generation Mac Pro bietet dem Benutzer jetzt die Leistung von bis zu 12 Prozessorkernen und soll mit 50% Leistungssteigerung laut Apple insbesondere auch bei der Grafik gegenüber dem Vorgängermodell zugelegt haben. Apple setzt beim Mac Pro auf professionelle Intel Quad- und 6-Core Xeon Serverprozessoren. Was mich hier interessieren würde – worüber Apple aber meines Wissens nach keine Aussage macht – ist die Frage, wie gut die Kerne von aktueller Apple Software tatsächlich genutzt werden. Die Parallelisierung von Anwendungen auf 12 Kerne stelle ich mir alles andere als trivial vor. Ok, für all diejenigen, die oft mehrere Prozesse gleichzeitig laufen haben, wird das Hardware Upgrade sicher seine Vorteile bieten.
Die Grafikberechnung wird beim Mac Pro von Grafikprozessoren der aktuellen ATI 5000er Generation durchgeführt. Standardmäßig setzt Apple auf den ATI HD 5770 Chip mit 1 GB onboard Videospeicher, optional kann auf den noch schnelleren Prozessor HD 5870 aufgerüstet werden. Der aktuell schnellste Chip von AMD, der ATI HD 5970 mit Dual GPU, bleibt jedoch außen vor. Zumindest in der Theorie – Vorsicht, die Memory Zugriffsbandbreite verdoppelt sich zwischen den Karten nämlich nicht – bietet die 5970er Karte aufgrund der zwei Prozessorkerne verdoppelte Grafik-Performance (4.64 Teraflops single precision gegenüber 2.72 Teraflops single precision beim HD 5870). Ok, für den Hausgebrauch langt sicher auch die “kleine” ATI Karte, weshalb man das nun mal nicht als Gegenargument für den Kauf eines Mac Pro sehen sollte
Für optimale Performance setzt der Mac Pro bei den Massenspeichermedien optional auf bis zu vier 512 GB Solid State Drives. Das erhöht einerseits die Geschwindigkeit, andererseits sind mit herkömmlichen Festplatten höhere Speicherkapazitäten zu erzielen. Die Frage ist also ob man seinen Mac Pro eher als pfeilschnellen Rechenknecht mit SSDs oder im wesentlichen als Datenserver mit HDDs einsetzen möchte.
Der Arbeitsspeicher kann jetzt auf bis zu 32 GB aufgerüstet werden (nur 8-Core Mac Pro). Das “preiswerteste” Modell des Mac Pro ist mit mageren 3 GB bestückt, ich würde hier gleich mal einen Riegel oder zwei mehr spendieren, wenn ich denn das nötige Kleingeld für so ein Monster übrig hätte
Der Mac Pro besitzt neben einem Dual Link DVI Port standardmäßig zwei MniDisplay Ports über die zwei Apple LED Cinema Displays ohne zusätzliche Grafikkarte angesteuert werden können. Für die Bildbearbeitung mit zwei Displays eine super Sache!
Das bei beiden Rechnerprodukten mitgelieferte Software-Paket umfasst die üblichen Apple Komponenten. Als OS kommt das auf dem durch seine besonders hohe Stabilität bekannten UNIX Betriebssystem basierende Snow Leopard zum Einsatz. Mitgeliefert wird die Apple Anwendung iLife mit Programmen zur Organisation von Fotos (iPhoto), Videos (iMovie) und GarageBand, das dem User das Erlernen von Musikinstrumenten ermöglichen soll.
Details zum neuen Mac Pro und zum neuen iMac sind auf der Website von Apple zu finden.

